Fotoausstellung Rund um die Altstadt - Nürnbergs Stadtmauer
| Datum | Veranstaltungsort | |
| Freitag, 30.07.2010 von 10:00 bis 18:30 Uhr Weitere Termine |
Handwerkerhof Nürnberg in 90402 Nürnberg |
| Webseite | http://www.handwerkerhof.de |
Eintritt
Eintritt frei
Zum 9. Mal lädt das Nürnberger Stadtarchiv zu einer sehenswerten Foto-Ausstellung in den Nürnberger Handwerkerhof ein. Das Thema der diesjährigen Ausstellung lautet "Rund um die Altstadt - Nürnbergs Stadtmauer". Der Eintritt ist frei.
Einzigartig für eine europäische Großstadt besitzt Nürnberg einen Befestigungsring rund um die Altstadt. Neben der Burg gehört das Festungswerk seit seiner Erbauungszeit zu den Wahrzeichen der Stadt. Errichtet zwischen 1350 und 1452 hat das einst mit 130 Türmen versehene Bollwerk auf einer Länge von fünf Kilometern die alte Reichsstadt umschlossen. Die Schutzfunktion der Anlage machte in den folgenden Jahrhunderten Umgestaltungen und Erneuerungen notwendig. Dazu zählt ihre Modernisierung im 16. Jahrhundert durch die Ummantelung der ursprünglich eckigen Tortürme. Zwischen 1556 und 1564 erhielten Laufer Torturm, Frauentorturm, Spittlertorturm und Neutorturm ihre charakteristische Rundform. Beeindruckend sind auch die von dem Malteser Antonio Fazuni 1538 bis 1545 geschaffenen Burgbasteien.
Jahrhundertelang ein machtvolles Bollwerk und Zeichen der Ge-schlossenheit und Stärke Nürnbergs, begann mit dem Übergang der Reichsstadt an das Königreich Bayern 1806 die Öffnung der Stadtmauer. Das Wachstum der Vorstädte im Zuge der Industriealisierung machte größere Durchlässe notwendig, wie das Maxtor 1856 oder die Verbindung von Lorenzer Altstadt und Marienvorstadt im Südosten durch das Marientor im Jahr 1859. Mit der Aufhebung der Festungseigenschaft 1866 folgten die Niederlegung größerer Partien und die Zuschüttung von Gräben.
Den geplanten Gesamtabriss der Stadtmauer zugunsten einer Ringstraße nach dem Vorbild Wiens verhinderten Bürgerproteste. Die Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs haben zwar weite Teile der Befestigung zerstört, jedoch konnten die Mauerabschnitte größtenteils wieder aufgebaut werden, so dass bis heute die Geschlossenheit dieses einmaligen Bauwerks erlebt werden kann.
Vielfalt und einstige Bedeutung der Stadtmauer erschließt man sich am besten bei einem Rundgang durch die diesjährige Sommerausstellung im Nürnberger Handwerkerhof, zu dem die historischen und aktuellen Fotografien aus den Beständen des Stadtarchivs Nürnberg einladen möchten. Dieser imaginäre Spazierweg beginnt am Standort der Ausstellung, dem Handwerkerhof am Frauentorturm. Er führt weiter über den Frauentorgraben nach Westen, dann hinauf zur Burg, über Vestnertor- und Maxtorgraben nach Osten zum Laufer Tor und wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Aufnahmen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert von Ferdinand Schmidt, Johann Adam Hahn, Edgar Titzenthaler sowie von weiteren, unbekannten Fotografen, zeigen in beeindruckender Weise den vor dem Zweiten Weltkrieg noch weitgehend erhaltenen Mauergürtel. Zugleich werden aber auch schon Eingriffe in das mittelalterliche Verteidigungssystem infolge der durch die Industriealisierung forcierten Entfestigung deutlich. Aufgelockert wird die historische Präsentation durch vom Stadtarchiv Nürnberg exklusiv angefertigte Farbaufnahmen aus heutiger Zeit, die den erstaunlichen Erhaltungszustand und die Einmaligkeit dieses Denkmals würdigen.
Die Fotoausstellung kann zu den normalen Öffnungszeiten des Handwerkerhofes besucht werden.
Einzigartig für eine europäische Großstadt besitzt Nürnberg einen Befestigungsring rund um die Altstadt. Neben der Burg gehört das Festungswerk seit seiner Erbauungszeit zu den Wahrzeichen der Stadt. Errichtet zwischen 1350 und 1452 hat das einst mit 130 Türmen versehene Bollwerk auf einer Länge von fünf Kilometern die alte Reichsstadt umschlossen. Die Schutzfunktion der Anlage machte in den folgenden Jahrhunderten Umgestaltungen und Erneuerungen notwendig. Dazu zählt ihre Modernisierung im 16. Jahrhundert durch die Ummantelung der ursprünglich eckigen Tortürme. Zwischen 1556 und 1564 erhielten Laufer Torturm, Frauentorturm, Spittlertorturm und Neutorturm ihre charakteristische Rundform. Beeindruckend sind auch die von dem Malteser Antonio Fazuni 1538 bis 1545 geschaffenen Burgbasteien.
Jahrhundertelang ein machtvolles Bollwerk und Zeichen der Ge-schlossenheit und Stärke Nürnbergs, begann mit dem Übergang der Reichsstadt an das Königreich Bayern 1806 die Öffnung der Stadtmauer. Das Wachstum der Vorstädte im Zuge der Industriealisierung machte größere Durchlässe notwendig, wie das Maxtor 1856 oder die Verbindung von Lorenzer Altstadt und Marienvorstadt im Südosten durch das Marientor im Jahr 1859. Mit der Aufhebung der Festungseigenschaft 1866 folgten die Niederlegung größerer Partien und die Zuschüttung von Gräben.
Den geplanten Gesamtabriss der Stadtmauer zugunsten einer Ringstraße nach dem Vorbild Wiens verhinderten Bürgerproteste. Die Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs haben zwar weite Teile der Befestigung zerstört, jedoch konnten die Mauerabschnitte größtenteils wieder aufgebaut werden, so dass bis heute die Geschlossenheit dieses einmaligen Bauwerks erlebt werden kann.
Vielfalt und einstige Bedeutung der Stadtmauer erschließt man sich am besten bei einem Rundgang durch die diesjährige Sommerausstellung im Nürnberger Handwerkerhof, zu dem die historischen und aktuellen Fotografien aus den Beständen des Stadtarchivs Nürnberg einladen möchten. Dieser imaginäre Spazierweg beginnt am Standort der Ausstellung, dem Handwerkerhof am Frauentorturm. Er führt weiter über den Frauentorgraben nach Westen, dann hinauf zur Burg, über Vestnertor- und Maxtorgraben nach Osten zum Laufer Tor und wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Aufnahmen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert von Ferdinand Schmidt, Johann Adam Hahn, Edgar Titzenthaler sowie von weiteren, unbekannten Fotografen, zeigen in beeindruckender Weise den vor dem Zweiten Weltkrieg noch weitgehend erhaltenen Mauergürtel. Zugleich werden aber auch schon Eingriffe in das mittelalterliche Verteidigungssystem infolge der durch die Industriealisierung forcierten Entfestigung deutlich. Aufgelockert wird die historische Präsentation durch vom Stadtarchiv Nürnberg exklusiv angefertigte Farbaufnahmen aus heutiger Zeit, die den erstaunlichen Erhaltungszustand und die Einmaligkeit dieses Denkmals würdigen.
Die Fotoausstellung kann zu den normalen Öffnungszeiten des Handwerkerhofes besucht werden.
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Eintritt-/Ticketinformationen
Eintritt frei
Veranstaltungsort
Handwerkerhof Nürnberg
Am Königstor
90402 Nürnberg
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Datum der Veröffentlichung: 05.05.2010, 14:59 Uhr.

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