ANDORRA von Max Frisch
| Datum | Veranstaltungsort | |
| Mittwoch, 24.03.2010 von 19:30 bis 21:45 Uhr Einlass: 19:00 Uhr |
theater ensemble Würzburg in 97082 Würzburg |
| Webseite | http://www.theater-ensemble.net |
Eintritt
Abendkasse: 12.50 €
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des Veranstalters
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Das Andorra dieses Stückes hat nichts zu tun mit dem wirklichen Kleinstaat dieses Namens. Gemeint ist auch nicht ein anderer wirklicher Kleinstaat; Andorra ist der Name für ein Modell. Das Stück basiert auf der Fabel Der andorranische Jude, die Frisch als Prosaskizze im Tagebuch 1946-1949 veröffentlicht hat. Die Arbeit am Stück wurde 1958 begonnen, im Herbst 1960 wieder aufgenommen und 1961 abgeschlossen. Die Uraufführung von Kurt Hirschfeld war am 2. November 1961 am Schauspielhaus Zürich. Frisch hat die Probenarbeit intensiv begleitet und Änderungen und Anmerkungen im Textbuch gemacht, die wir bei dieser Inszenierung berücksichtigt haben.
Der Plot: Der junge Mann Andri wird von den Andorranern für einen Juden gehalten und mit entsprechen Vorurteilen belegt gehänselt, gedemütigt, verfolgt. Frisch notiert im Tagebuch: „Im gewissen Grad sind wir wirklich das Wesen, das die anderen in uns hineinsehen, Freunde wie Feinde. Und umgekehrt! Auch wir sind die Verfasser der anderen: wir sind auf heimliche und unentrinnbare Weise verantwortlich für das Gesicht, das sie uns zeigen, verantwortlich nicht für ihre Anlage, aber für die Ausschöpfung dieser Anlage…Wir halten uns für den Spiegel und ahnen nur selten. Wie sehr der andere seinerseits eben der Spiegel unseres erstarrten Menschenbildes ist, unser Erzeugnis, unser Opfer.“
„Damit Andri kein Opfer bleibe, sondern Subjekt werden kann, begibt er sich auf die verzweifelte Suche nach der Identität mit sich selbst. Er will Tischler werden, mit Barblin fliehen in eine andere Welt, hat Sehnsüchte, Fiktionen – was wird daraus in einer Welt, die so beschaffen ist wie die heutige?
Der Vater, der nicht zuzugeben wagt, dass er ein uneheliches Kind von „drüben“ hat, gibt den Andorranern gegenüber Andri als Judenkind aus, das er an Vaters Statt angenommen habe. Solange es opportun ist, Juden Gutes zu tun, kann er damit Mut und Wohltätigkeit heucheln. Aber bald ist es wieder soweit. Der Haß gedeiht, man braucht einen Juden, in den sich alle Eigenschaften investieren lassen, vor denen die Gesellschaft, um in Selbstgerechtigkeit zu leben, ihren Abscheu bekunden kann. Und da man in Andri einen Juden sieht, findet man ihn auch in ihm. Er ist klug, er hat kein Gefühl, er ist feig, denn er ist ein Jud. Er denkt alleweil ans Geld. Er hat kein Vaterland, kein Gemüt, sondern Angst, denn er ist ein Jud. Andri, der das Bild von sich nicht annehmen will, das die anderen entwerfen, wird vom Pater ermahnt, sich zu sich selbst zu bekennen. Und so wird er allmählich der, den die anderen in ihm sehen, Er erwägt, ob es sein könne, dass ihr Urteil zutrifft, und da er es erwägt, trifft es schon zu, immer deutlicher, bis Andri glaubt, mit ihm identisch zu sein.“ (Hellmut Krapp in Spektakulum)
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Online-Tickets
Eintritt-/Ticketinformationen
AK: 12.50 €
7,50 Euro ermäßigt für Schüler, Studenten, Auszubildende, Menschen mit Behinderung. Karten können Sie auch telefonisch unter der Rufnummer (0931) 4 45 45 reservieren.
Vorverkaufinformationen:
Karten im Vorverkauf bekommen Sie bei der Tourist Information Würzburg im Falkenhaus am Marktplatz.
Veranstaltungsort
theater ensemble Würzburg
Frankfurterstraße 87
97082 Würzburg
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Datum der Veröffentlichung: 17.05.2010, 22:00 Uhr.

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